Vortrag & Diskussion II

Post-Brexit-Diskussionen: Welche Chancen hat eine gemeinsame europäische Asyl- und Migrationspolitik?

Dienstag, 14. März 2017, 19:00 Uhr
Europa-Haus Leipzig e. V., Markt 10, 04109 Leipzig

© European Union , 2015 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Cristof Echard Commission: Migration

Die Einwanderungsbewegung in Richtung Europa des Jahres 2015 sowie die Hindernisse für eine gemeinsame europäische Migrationspolitik, die diese Einwanderungswelle aufdeckte, stehen im Mittelpunkt der post-Brexit Diskussionen zur Zukunft des europäischen Projekts. Gründete das Projekt ursprünglich auf einem Versprechen von Frieden und Wohlstand, konzentrieren sich die heutigen Vorschläge für eine Vertiefung der Europäischen Union fast ausschließlich auf ein vage gehaltenes Versprechen von Sicherheit. Dieses Sicherheitsversprechen spiegelt sich sowohl in den Vorschlägen für eine striktere Überwachung und Registrierung von Personen, die in die EU ein- bzw. ausreisen, als auch im Aufbau europäischer Streitkräfte wider.
Um den aktuellen Zustand der europäischen Migrationspolitik zu verstehen, ihre Ursachen und Hintergründen ist es notwendig, sich mit ihren historischen Entwicklungen zu befassen. In seiner Studie „Migrations Politics and Policies in the European Union“ hat sich Bernd Kasparek mit diesem Thema auseinandergesetzt und wird einige seiner Ergebnisse vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.
Bernd Kasparek ist Mathematiker und Kulturanthropologe. Er forscht zum europäischen Migrations- und Grenzregime und hat das Netzwerk Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung kritnet (http://kritnet.org) mitgegründet. Außerdem ist er im Vorstand der Forschungsassoziation bordermonitoring.eu tätig.

Künstler, Freunde, Emigranten – Paris 1935-1960

Gedenken an Otto Freundlich – Fotografien von Willy Maywald

Eine Ausstellung

Die Ausstellung zeigt Fotografien von Willy Maywald, der das Pariser Künstlerleben von 1935-1960 als Fotograf dokumentierte. Einen Schwerpunkt bilden dabei Fotografien, die Otto Freundlich und sein Schaffen abbilden.

Freundlich wurde in Stolp (heute Słupsk, Polen) geboren. Sein Leben führte ihn nach Paris, wo er in den legendären Künstlerkreisen der Zwischenkriegszeit verkehrte und ausstellte. Er lebte u.a. mit dem jungen Picasso unter einem Dach und gilt als einer der ersten abstrakten Künstler. Im nationalsozialistischen Deutschland galt sein Werk als „entartete Kunst“. Er ist 1943 im deutschen NS-Konzentrationslager Majdanek umgekommen.

Willy Maywald war einer der wichtigsten Fotografen im Paris der 1930er bis 1960er Jahre. Sein Handwerk erlernte er in den Werkkunstschulen in Krefeld, Köln und Berlin, die seine avantgardistische Formensprache prägten. 1932 zog es ihn an die Seine, wo er mit vielen Protagonisten der künstlerischen Moderne Freundschaft schloss und diese bei ihrer Arbeit, in ihren Ateliers und im Leben fotografierte.

Eine Ausstellung der Association Willy Maywald in Kooperation mit dem Europa-Haus Leipzig und der Europäischen Stiftung der Rahn-Dittrich-Group für Bildung und Kultur. Mit freundlicher Unterstützung des Polnischen Instituts Berlin/Filiale Leipzig und des Institut français Leipzig.

Die Ausstellung wird am 19. Januar 2017 um 18:30 Uhr eröffnet und ist bis 16. März 2017 während der Öffnungszeiten des Europa-Hauses und der Europäischen Stiftung der Rahn-Dittrich-Group für Bildung und Kultur bzw. des Polnischen Instituts Berlin/Filiale Leipzig am Markt 10 in Leipzig zu sehen.