Geschichte

Geschichte

Eine Chronik schreibt nur derjenige, dem die Gegenwart wichtig ist.“

J.W. v. Goethe

Europa-Haus Leipzig e.V.

seit 1990 im Dienste der Bürger

Eine Chronik von Dr. Maria Peter

Mitbegründerin und Vorstandsmitglied

(2026)

 

 

 

Es ist an der Zeit, mit dem Schreiben einer Chronik unseres gemeinnützigen und überparteilichen Vereins zu beginnen, in der nachgezeichnet wird, mit welchen Aktivitäten sich das Europa-Haus bemüht, Informationen und Wissen über Sinn und Nutzen der europäischen Integration sowohl für den einzelnen Bürger als auch für die Gesellschaft insgesamt zu vermitteln. Information, Bildung, Begegnungen sind von Anfang an die wichtigsten Säulen unserer Tätigkeit. 

Beredtes Zeugnis dafür, wie es dem Verein gelingt, seine Aufgaben zu erfüllen, kann wohl am besten nachstehende Passage aus dem Schreiben des Leipziger Oberbürgermeisters Burghard Jung vom 26. April 2025 an den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer stehen:

 

„…das Europa-Haus Leipzig und das daran angeschlossene Europe Direct Informationszentrum (EDIC) leisten für die Bevölkerung Leipzigs und der Region einzigartige Informations- und Beratungsarbeit. Die Vermittlung des europäischen Zusammenhalts, der Wert grenzüberschreitender Zusammenarbeit und die Grundwerte der Europäischen Union stehen hierbei im Vordergrund. Seit 1992 hat sich das Zusammenspiel der beiden Akteure durch öffentliche Veranstaltungen und Netzwerkarbeit bewährt. Die hier geleistete Europaarbeit wirkt weit in die Gesellschaft und ist für Leipzig und die Region unverzichtbar geworden…“ 

 

So hat alles begonnen:

 

Vom 17. bis zum 21. September 1990 hat die Internationale Föderation der Europahäuser (franz. Abkürzung FIME) ihre Jahrestagung mit zahlreichen Veranstaltungen als sog. „Sommerakademie – Europäische Kulturgemeinschaft“  

in Leipzig durchgeführt. Dies war für uns Leipziger die erste Gelegenheit, sich ausführlich über die Integrationsprozesse in Europa zu informieren und mit interessanten Partnern, Vertretern der Europahäuser u.a. aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Polen ins Gespräch zu kommen.

 

Im Vorwort zum Programm dieser „Sommerakademie“ hieß es: „Der Fortschritt darf nicht auf die ökonomischen Bereiche beschränkt bleiben. Kunst und Bildung: Künstler, Pädagogen und Schriftsteller müssen sich an der europäischen Einigung wirksam beteiligen und ihr die notwendige geistige – politische Dimension und langfristige Orientierung vermitteln.“

 

 

*) Da mein erster Vorname „Grażyna“ (polnisch) oft fälschlich als Nachname verstanden wird, 

    benutze ich hier nur den zweiten Vornamen „Maria“.

 

Im Vorfeld der erwähnten „Sommerakademie“ fand in Leipzig Anfang September 1990 eine Pressekonferenz statt, an der ich als Journalistin teilgenommen habe. Dort

hörte ich zum ersten Mal etwas über die Europa-Häuser und war sofort der Meinung, dass Leipzig eine solche Einrichtung gut gebrauchen könnte. Mit großer Neugierde und zunehmender Begeisterung mischte ich mich dann unter das bunte europäische Treiben auf Leipzigs Straßen vom 17. – 21. September 1990. Ich berichtete darüber und beschloss gleichzeitig, mich daran aktiv zu beteiligen.

 

Am 17. September 1990 hat der Leiter der Vertretung der Europäischen Gemeinschaften in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Gerd Langguth, zur

Eröffnung der Fotoausstellung „Die schönsten Plätze Europas“ in die „Leipzig Information“ am Sachsenplatz eingeladen. Es gab leider kaum Interessenten und so sind die bereitgestellten Sektgläser meist stehen geblieben – der hohe Gast war enttäuscht! Etwas beruhigt ist er aber nach Bonn zurückgefahren, nachdem ich ihm von der Idee der Gründung des Europa-Hauses Leipzig erzählt habe.

 

Nach der Wende waren die Prozesse der europäischen Integration nicht unbedingt im Blickfeld der Menschen. Sie hatten andere Probleme! Außerdem waren die Informationen darüber, besonders hier bei uns, unzureichend und eher diffus. Das, was durch die Medien verbreitet wurde – ob im Osten oder Westen – trug nicht immer zur Aufklärung bei.

 

Als der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Dr. Hinrich Lehmann-Grube, am 

19. September die Veranstalter und Gäste der „Sommerakademie“ zu einem Empfang in den Ratskeller einlud, verkündete ich dort ganz spontan, dass Leipzig demnächst ein Europa-Haus bekommt! Ich wusste nicht, dass der in Leipzig neu gewählte Präsident der FIME, Arno Krause, bereits mit unserem OBM über eine solche Gründung gesprochen hat – jedoch ohne Erfolg! Nun wurde durch mich alles publik und meine Idee fand große Unterstützung sowohl bei den versammelten Gästen als auch bei dem Präsidenten Arno Krause und der Generalsekretärin der FIME, Frau Roswitha Jungfleisch. Beide machten mich noch am gleichen Abend mit zwei Leipzigern, Dr. Jochen Hahn und Dr. Roger Mackeldey, bekannt, die so wie ich dieselbe Idee zur Gründung eines Europa-Hauses hatten. Sie waren ohnehin auf der Suche nach einem neuen Job auch wenn dies nur im Rahmen einer ABM-Stelle (Arbeitsbeschaffungsmaßnahme) in einem Verein wie das Europa-Haus wäre. 

Die ersten Mitarbeiter unseres Vereins waren jahrelang nur auf dieser Basis beschäftigt. 

 

Motto der Gründungsversammlung:

Europa mitgestalten – nicht tatenlos zusehen

 

Bereits am 24. September 1990 fand im Klubhaus des damaligen Schwermaschinenbauwerkes „M.S. Kirow“ die Gründung des Fördervereins „Europa-

Haus Leipzig“ statt. Unser Motto lautete: „Europa mitgestalten – nicht tatenlos zusehen“. Bald wurde der Förderverein in einen e.V. umgewandelt, der dann ganz

schnell zahlreiche Unterstützer und Förderer fand, an der Spitze mit dem anfänglich skeptischen OBM Dr. Lehmann-Grube, dem Stadtpräsidenten Friedrich Magirius (ehemals Pfarrer der Nikolaikirche) als Vorsitzender unseres Kuratoriums und nicht 

 

 

zuletzt mit dem Außenminister Hans-Dietrich Genscher, der bis zu seinem Tod im Jahre 2016 als Schirmherr des Europa-Hauses Leipzig fungierte. Große Verdienste

erwarb sich unser langjähriger Vorstandsvorsitzender RA Dr. Frieder Schäuble 

(gest. 2011).

 

Sowohl die FIME als auch die GEA – die Gesellschaft der Europäischen Akademien als Dachorganisation der deutschen Europahäusern – haben uns bei der Gründung sehr viel „Aufbauhilfe“ in Form von praktischen Ratschlägen geleistet. Jedoch ohne die Hilfe vor Ort, ohne das Engagement der Alt- und Neu-Leipziger Bürger wäre die Entstehung und Entwicklung des Europa-Hauses Leipzig nicht möglich gewesen.

Große Unterstützung erfuhren wir von der Stadt Leipzig und vom Arbeitsamt Leipzig,

das jahrelang die Mitarbeiter der Geschäftsstelle unseres Vereins als ABM-Kräfte finanzierte.

Gleich nach der Wende haben zahlreiche Wissenschaftler und Pädagogen ihre Arbeit verloren und konnten so ihre neue Heimat bei uns finden. Bis 2010 hatten wir trotz häufiger Rotation 10-15 Mitarbeiter in unserer Geschäftsstelle. Derzeit sind es nur noch zwei volle Planstellen (Geschäftsführer des Europa-Haus Leipzig e.V. 

(Konstantin Sprenger) und Leiter der EU-Informationsstelle „Europe Direct“ (Björn

Reichel), die mit Mitteln der EU, der Stadt Leipzig, des Freistaates Sachsen und mit den immer größer werdenden Eigenanteilen aus dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb finanziert werden. Dies bedeutet heute, dass vielfach die inhaltliche Arbeit hinter einem notwendigen dienstleistungsorientierten Geschäftsbetrieb zur Überlebenssicherung der Institution zurückstehen muss!

Eine wichtige Unterstützung in der Arbeit des Europa-Hauses sind projektbezogene freie Mitarbeiter und Praktikanten.

 

Im Laufe von über 30 Jahren wechselte der Ort der Geschäftsstelle des Vereins fünfmal, zu Beginn von einem baufälligen Bürogebäude in der Nonnenmühlgasse 1-2  gegenüber dem Neuen Rathaus über das Bowlingcenter am Leuschnerplatz (1991-1998), das „Fregehaus“ in der Katharinenstraße 11 (1998-2008), das Listhaus in der

Dohnanyistraße 28 (2008-2010) bis zum Markt 10, wo wir seit Herbst 2010 in unmittelbarer Nachbarschaft mit dem Polnischen Institut und der Stiftung für Europäische Bildung und Kultur untergebracht sind. 

Zum Europatag am 9. Mai 2022 hat die Stadt Leipzig bei uns in einem offenen Raum das „Partnerschaftsquartier“ für Vereine Leipziger Städtepartnerschaften eröffnet, was sich für unsere Arbeit sehr positiv auswirkt. 

 

Information ist ein hohes Gut

 

Im Januar 1992 besuchte Colette Flesch (verstorben am 21.1.2026 in ihrer Heimat Luxemburg) – damals Leiterin der Generaldirektion X „Medien, Information, Kommunikation und Kultur“ der Europäischen Kommission – die Universität Leipzig, um mit dem Rektor die Einrichtung des „Europäischen Dokumentationszentrums“, speziell für Hochschulen vorgesehen, zu besprechen. Bei dieser Gelegenheit fragte sie, ob jemand einen Träger für eine Informationsstelle für die Bürger „Info Point Europa“ kennt. Ich war vor Ort und meldete sofort unseren Verein als solchen

Träger. Der Vorschlag wurde von allen sehr begrüßt und so existiert am Europa-

Haus Leipzig seit Mai 1992 die erste offizielle Informationsstelle der Europäischen Kommission für die Bürger außerhalb von Brüssel – der Info Point Europa.

 

Wir waren auch das erste Europa-Haus, mit dem die Kommission dieses, wie sich heute herausstellt, gelungene Experiment eingegangen war.  

Der Sitz dieser Informationsstelle befand sich zunächst im Hotel „Deutschland“ am

Augustusplatz, Eröffnung am 16.5.1992 (heute das Hotel „Radisson Blu“). Kurz danach ist der Info Point in das repräsentative Domizil des Europa-Hauses im

Bowlingcenter umgezogen.

Im Dezember 2004 wurde das Netzwerk der Info Points offiziell eingestellt und nach

Erfolgreicher Bewerbung bei der Europäischen Kommission konnten wir am 2. Mai 2005 die neue Informations- und Beratungsstelle „Europe Direct“ in unserem Haus eröffnen. Somit wird die Kontinuität unserer europabezogenen Informationsarbeit gewährleistet.

 

Information, Bildung und Begegnungen sind seit Jahrzehnten bewährte Grundpfeiler

In unserem kritischen Dialog mit den Bürgern. Dazu werden Seminare, öffentliche

Diskussionen, Studienreisen und internationale Begegnungen organisiert.

Auch wenn wir am inhaltlichen Kompetenzprofil festhalten, sind wir stets bestrebt, unsere Arbeit an den Erfordernissen der Gegenwart und Zukunft auszurichten. 

 

Nicht zuletzt wegen unserer Sprachkenntnisse gaben wir oft unsere Erfahrungen an unsere Partnereinrichtungen in Ost- und Mitteleuropa weiter. So galten wir als Vorbild für die neuen Europahäuser in Tschechien (Marienbad) und in Polen (Warschau).

 

Im Jahre 2005, ein Jahr nach der Osterweiterung der EU, haben wir gemeinsam mit dem MDR-Fernsehen das Projekt „Das neue Europa – unterwegs in den neuen Mitgliedstaaten der EU“ realisiert. Es entstanden Fernseh-Reportagen, in denen 10 

ausländische Studentinnen, die in Leipzig studierten, ihrem deutschen Kommilitonen

Stephan ihre Heimat und die Auswirkung des Beitritts zu EU auf ihre Landsleute, darunter auch ihre Verwandten, vorstellten. 

 

Ideelle und auch materielle Effekte unserer Arbeit

 

Überall, wo Menschen zusammenarbeiten und leben, gibt es auch Probleme und Interessenkonflikte. Warum soll das ausgerechnet für Europa, für die Europäische Union nicht gelten? Zum seriösen Vermittlungsprozess zwischen den Bürgern und

der Politik gehört, diese Probleme zu benennen und nach Lösungen zu suchen. An

unseren Diskussionsforen nehmen oft Politiker der Landes-, Bundes- oder Europa-

ebene teil. Unser Status als überparteilicher, gemeinnütziger Verein hilft uns dabei. 

 

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Veranstaltungen, egal welcher Art und für welche Zielgruppe, dann erfolgreich sind, wenn es uns gelingt, darzulegen, wie Europa in unsere Lebensläufe eingreift und wie es sich lohnt, für ein gemeinsames, friedliches Europa einzusetzen, denn es gibt keine vernünftige Alternative für ein gemeinsames Europa. Die Voraussetzung dabei ist, dass die Bürger sensibilisiert werden und sich aktiv an der Gestaltung ihres Europas

beteiligen wollen. Bei diesen Veranstaltungen geht es in erster Linie um ideelle

Werte. Es gibt aber auch Veranstaltungen, die neben dem ideellen Wert messbare materielle Werte mit sich bringen. 

 

 

 

Von April 2000 bis März 2023 organisierten wir für unsere Partner aus Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Bulgarien und Lettland 4-wöchige Berufspraktika in Leipziger Unternehmen im Rahmen der EU-Projekte Leonardo da Vinci und Erasmus+.

Insgesamt betreuten wir über 4500 Praktikanten. Die meisten Berufsfachschüler (über 4000) kamen aus Polen – 143 Gruppen. Die Mittel für diese Praktika beantragten unsere Partner selbst und deckten damit alle anfallenden Kosten in Leipzig. Allein im Falle der polnischen Gruppen waren es über 4 Mio €, die für Unterkunft, Monatsfahrkarten, Kulturprogramm und nicht zuletzt das Taschengeld der Schüler ausgegeben wurden. So blieb das meiste Geld in Leipzig!

 

Der polnische Staat wusste unsere Arbeit zu schätzen und so wurde der Leiterin der Berufspraktika (Dr. G. M. Peter) im Jahre 2008 das „Kavalierskreuz des Verdienstordens des Republik Polen“ verliehen.

 

Die ausländischen Praktikanten sind die besten Botschafter Leipzigs in ihren

Heimatländern und bringen den Leipzigern ihre Heimat näher. In einer anonymen

Umfrage schilderten sie ihre Eindrücke unter anderem so:

 

„Leipzig ist eine wunderbare Stadt. Ich hätte nicht gedacht, dass die Menschen in Leipzig, sowohl die auf der Straße als auch die in den Betrieben, so nett sind. 

Dank dem Praktikum weiß ich, dass ich den richtigen Beruf gewählt habe und allein in einem fremden Land zurechtkomme.

Ich habe meine Meinung über die Deutschen korrigieren müssen. 

In Leipzig bin ich erwachsen geworden. Hier bin ich Europäer geworden. Hier habe ich verstanden, was Arbeit ist und wie schwer meine Eltern arbeiten müssen. Fremdsprachen sind wirklich sehr wichtig, meine Lehrer hatten Recht. 

Die Leipziger Straßenbahnen und Busse sind super.“

 

 

Mit seinen eigenständigen Projekten (ohne irgendwelche Fördermittel) – 

„Finnisches Weihnachtsdorf“ 1999, 

„Kärntner Zauber“ 2000 und 

„Südtiroler Dorf“ 2002 

 

hat das Europa-Haus den Leipziger Weihnachtsmarkt noch attraktiver gemacht. Finnen und Südtiroler kommen immer noch jedes Jahr mit ihren Ständen zum Leipziger Weihnachtsmarkt! 

 

 

Unsere Publikationsreihe „Europäer in Leipzig – damals und heute“, in der von 1998-2006 zehn Hefte mit jeweils ca. 20 Beiträgen herausgekommen sind, 

liefert überzeugende Beispiele für die Internationalität der Messestadt und für den Beitrag einzelner Nationalität zur Entwicklung der Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur

und vieles mehr in Leipzig. Hervorzuheben ist, dass alle Autoren der Publikationsreihe ehrenamtlich gearbeitet haben.

 

 

 

 

Nachstehende Hefte sind im Eigenverlag des Europa-Haus Leipzig e.V. unter der Leitung von Dr. G.M. Peter erschienen:

 

„Rumänen in Leipzig – damals und heute“                    (1998),

„Polen in Leipzig – damals und heute“                           (1998, 2. Auflage 2006), 

„Bulgaren in Leipzig – damals und heute“                     (1999),

„Griechen in Leipzig – damals und heute“                     (1999),

„Franzosen in Leipzig – damals und heute“                  (2000)

„Italiener in Leipzig – damals und heute“                       (2002, 2003 in Italienisch) 

„Russen in Leipzig – damals und heute“                        (2003, 2004 in Russisch)

 

 

Jugend als wichtigste Zielgruppe

 

Jahrelang wurden Studenten meiner „Europa-Seminare“ an der Universität Leipzig in die Projektarbeit des Europa-Hauses einbezogen. Dies war für sie auch die beste praktische Ausbildung in der europabezogenen Öffentlichkeitsarbeit/PR. Zwei dieser Studenten haben später die Leitung der Geschäftsstelle unseres Vereins übernommen: Wolfgang Pleyer (2 Jahre) und Christian Dietz (15 Jahre).

 

Von der Vielfalt spezieller Veranstaltungen für unsere wichtigste Zielgruppe – die Jugend – sind zu erwähnen:

 

– seit 1993 bieten wir den Schulen sog. „Planspiele“ zum Erlernen demokratischer Spielregeln an,

– seit 1994 finden Einsätze des „Junior Team Europa“ statt, wo Studenten unter  unserer Anleitung europäische Themen an Schulen vermitteln,

– speziell für Lehrer haben wir mit Unterstützung der Europäischen Kommission in Deutschland Lehrmaterialien erarbeitet und in Form von drei thematischen „Lernkoffer“ (EU-Organe, der Euro und die Osterweiterung) je nach Wunsch an die Schulen deutschlandweit verschickt (hier hat sich vor allem Lutz Kohlschmidt, Projektleiter und von Beruf Lehrer) verdient gemacht.

– mit den Beratungsangeboten zur Jugendmobilität im Rahmen des Netzwerks „eurodesk“ informieren wir junge Leute zu den EU-geförderten Möglichkeiten, wie man erste Erfahrungen im Ausland sammeln kann,

– wir sind Informationspunkt des Deutsch-Französischen Jugendwerks

 

Auch neue Veranstaltungsformate, wie ein Online-Quiz zu europäischen Fragen oder Livediskussionen haben wir bereits entwickelt und umgesetzt. 

 

Besonderen Wert legt der Europa-Haus Leipzig e.V. auf seine Rolle als Ansprechpartner für Privatpersonen, Schulen und Vereine in Leipzig mit europäischen Anliegen. Es bestehen enge Kontakte zu Städtepartnerschaftsvereinen und anderen grenzüberschreitend tätigen Leipziger Kultur- und Kunstinitiativen, die im Sinne der Europäischen Idee aktiv sind.

 

Um die Europäische Union und ihre Vorteile greifbar zu machen, möchte der Europa-Haus Leipzig e.V. auch in den kommenden Jahren verstärkt über Leipziger EU-Projekte informieren, um zu verdeutlichen, wieviel Europa in Leipzig steckt. 

Dies erfolgt auch über einen Stadtrundgang zu europäischen Themen im Leipziger Stadtzentrum und kann in die einzelnen größeren Fördergebiete im Leipziger Osten und Westen erweitert werden.

 

Über die Europe Direct Informationsstelle steht der Verein in Kontakt mit nahezu allen Institutionen, Generaldirektionen und Agenturen der Europäischen Union, mit dem Europarat und vielfältigen anderen internationalen, nationalen und regionalen Organisationen, mit nationalen Kontaktstellen, Ministerien des Bundes und des Freistaates Sachsen, mit Stiftungen und Vereinen sowie mit den Europabüros der sächsischen Mitglieder des Europäischen Parlaments.

 

Aktuelles vom Europa-Haus Leipzig e.V. findet man wie üblich im Internet. Jeder kann bei uns Mitglied werden und sich aktiv an der Gestaltung unseres Programms beteiligen!

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