Veranstaltungsreihe: Herkunftsländer, Fluchtursachen und Willkommenskultur

Über die Situation von Geflüchteten in ihren Heimatländern und in Deutschland

© European Union , 2015  Photo: Cristof Echard

Aufnahme, Verteilung und Integration von Geflüchteten in Europa: Diese Themen sind ist seit September 2015 verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und dominieren den politischen Diskurs auf europäischer Ebene wie auch in vielen Mitgliedstaaten. Die europäischen Staaten sind sich über eine gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik uneinig und kommen dadurch nur sehr langsam in dafür notwenigen Entscheidungsprozessen voran.

Ein Aspekt, der in den aktuellen Diskussionen überraschend wenig Aufmerksamkeit erfährt, sind die Ursachen der Fluchtbewegungen, die wir momentan in zahlreichen Regionen der Welt beobachten können. Zweifellos spielen Krieg, politische Gewalt und ökonomische Perspektivlosigkeit in vielen Fällen eine entscheidende Rolle. Doch wie stellt sich die Situation in den Herkunftsregionen der Geflüchteten konkret dar? Unter welchen Bedingungen leben die Menschen in ihren Heimatländern und was veranlasst sie dazu, dass sie diese verlassen?

In unserer Veranstaltungsreihe, die während der Interkulturellen Wochen 2016 stattfindet, setzen wir uns mit diesen Fragen auseinander. Eingeladen haben wir ReferentInnen und Refernten, die uns über die politische und gesellschaftliche Lage in den Herkunftsregionen der Geflüchteten informieren, aber auch der Frage nachgehen, wie es gelingen kann, Geflüchtete als gleichberechtigte Mitglieder an der Gesellschaft in Deutschland teilhaben zu lassen.

Mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und Terminen werden demnächst auf unserer Veranstaltungsseite veröffentlicht und im Programmheft der Interkulturellen Wochen 2016, das demnächst erscheint.

Veranstalter: ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. und Europa-Haus Leipzig e.V.

Gefördert: von der Bundeszentrale für politische Bildung

Offener Brief von elf europäischen Bürgermeistern zum Weltflüchtlingstag

Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni veröffentlichten die Bürgermeister von 11 europäischen Großstädten einen offenen Brief, mit dem sie sich an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, Präsident des Europäischen Rates Donald Tusk sowie an die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten wenden

Sie fordern, dass sich die Art und Weise, ändern müsse, wie in Europa die Flüchtlingsdebatte geführt wird: „Unsere Erfahrung sagt uns, dass wir die Debatte auf europäischer Ebene neu ausrichten müssen. Zu viel wird über Quoten, Zahlen und Grenzen gesprochen und zu wenig über Menschen. Es sind Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Armut fliehen. Wie wir mit ihnen umgehen, wenn sie in unsere lokalen Gemeinden kommen wird ganz entscheidend für den Erfolg einer langfristigen Integration und den sozialen Zusammenhalt in Europa sein.“

Die 11 Unterzeichner betonen in ihrem Brief außerdem, dass es vor allem die großen Städte sind, welche die Mehrheit der Flüchtlinge aufnehmen werden und für ihre Integration sorgen müssen.

Die 11 Bürgermeister aus Nantes, Birmingham, Barcelona, Florenz, Gent, Leipzig, Ljubljana, Rotterdam, Stockholm, Wien und Warschau bilden den Vorstand des europäischen Städtenetzwerks EUROCITIES, das sich der Stärkung kommunaler Belange im EU-Kontext widmet und die größeren europäischen Städte als politische Einheit gegenüber der EU vertritt.

Aktuelles Factsheet: Die EU und die Flüchtlingskrise

refugee crisisIn der Reihe “ The EU and …“ hat die EU-Kommission ein aktuelles Factsheet zum Thema die EU und die Flüchtlingskrise herausgegeben. Die Veröffentlichung gibt einen Überblick über die Flüchtlingskrise und erläutert Maßnahmen, die ergriffen werden, um diese zu überwinden. Das Informationsmaterial ist bisher nur auf englisch verfügbar.

The EU and the refugee crisis

Die EU-Ratspräsidentschaft der Slowakei

logo_zmurkDer Rat der Europäischen Union ist eine der drei Hauptinstitutionen der EU. Er beteiligt sich an der Gestaltung der europäischen Gesetzgebung, koordiniert die Politik der Mitgliedstaaten und sucht Einigung zwischen den einzelnen Institutionen über wichtige politische Fragen. Am 01. Juli 2016 hat die Slowakei den Ratsvorsitz für die nächsten 6 Monate übernommen.

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4,3,2,1… Reisefertig! Reisefrei?

sky-1230071_640Fotowettbewerb – Was heißt Reisefreiheit für dich?

Sommerzeit ist Reisezeit!

Auf dich warten Spaniens weiße Strände, deine Lieblingspizza in Neapel, ein Bootstrip in Skandinavien oder eine Bergtour in den Karpaten? Oder vielleicht auch ein Praktikum mit Urlaub drumherum?

Ganz gleich, wohin es geht und was du machst, bald heißt’s: Koffer packen. Badelatschen, Ladekabel, Lieblingsschmöker, Flug- oder Zugtickets, Perso … vielleicht vorher nochmal checken, wo an den Grenzen kontrolliert wird?

Für uns ist das problemlose Reisen zwischen den EU-Ländern zum Alltag geworden. Diese Selbstverständlichkeit, eine der wichtigsten Errungenschaften der Europäischen Union, ist heute wieder gefährdet. Fast jede Woche hört man, dass Mitgliedsstaaten der EU ihre Grenzen schließen (wollen) und manch ein*e Politiker*in fordert dauerhafte Grenzkontrollen. Die Gründe sind vielfältig, werden jedoch meist mit den Flüchtlingszahlen in Verbindung gebracht.

Was heißt das nun für uns? Sind’s nur lange Staus, Passkontrollen an den Grenzstationen und vielleicht schärfere Gepäckkontrollen?
Oder macht das kopf- und gefühlsmäßig noch mehr mit uns?

Halte die Augen offen auf deiner Reise! Im Inland und im Ausland. Was heißt Reisefreiheit für dich?

Zeig´s uns! Schick uns bis zum 19.08.2016 um 12 Uhr ein Foto (mind. 300 dpi) mit einem kurzen Text – über unsere Facebook-Seite oder per E-Mail an europe_direct(at)uzdresden.de  

Eure Fotos werden auf dieser Facebook-Seite vom EDIC veröffentlicht.
Wer die meisten likes hat, gewinnt! Teilen unter Freunden kann also helfen …

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Mikrokredite: Fundament des neuen Unternehmertums?

UnternehmertumVon Mikrokrediten war in den letzten Jahren immer mehr die Rede. Damit verbindet man häufig kleine Bürgerinitiativen in Entwicklungsländern, die durch Mikrokredite die Chance haben, ihrer Armut zu entkommen. Auch wenn dieser Ansatz stimmt, entspricht er nicht mehr der aktuellen Situation des Mikrokredits: es geht nicht mehr nur um eine kleine Hilfe in einem Gebiet am anderen Ende der Welt, sondern auch um unsere Nachbarn und, wenn wir es wollen, um uns selbst. Heutzutage gibt es auch in Deutschland die Möglichkeit, Mikrokredite aufzunehmen, wenn man ein Projekt entwickeln möchte.

Wie haben sich Mikrokredite in den letzten Jahren entwickelt? Was wird heutzutage auf europäischer Ebene unternommen? Und wie gelangen Unternehmer an eine Finanzierung?

Diese (und weitere) Fragen versuchen wir am Dienstag, den 28. Juni um 19:00 Uhr im Europa-Haus Leipzig zu beantworten. Dafür haben wir unterschiedliche Gastredner eingeladen. Frau Manon Cress vom niederländischen Unternehmen Triple Jump wird uns einen Einblick in das europäische Mikrokreditwesen für Entwicklungsländer geben. Sie ist ein ganz besonderer Gast, da sie im Rahmen der niederländischen Ratspräsidentschaft der europäischen Union zu uns kommt. Unser zweiter Gastredner ist Marcus Bittner aus dem Social Impact Lab, der viel Erfahrung mit Unternehmensgründern gemacht hat und uns erzählen wird, welche Finanzmöglichkeiten ihnen offenstehen. Am Ende der zwei Vorträge freuen wir uns über rege Teilnahme an einer Diskussion über die Herausforderungen von Mikrokrediten in Europa.

Der Vortrag wird teilweise auf Englisch stattfinden – Dolmetscher werden da sein, um den Vortrag ins Deutsche zu übersetzen.

Arbeitsplatz Europa – Im Gespräch mit Alessandro Zuppardo

Die Veranstaltungsreihe „Arbeitsplatz Europa“ wird am Beispiel europäischer Arbeitnehmer in Leipzig über die Möglichkeiten der ArbeitnehmerfreizügigFlyer Arbeitsplatz Europa_weiß-1keit informieren und soll dazu beitragen, die positiven Aspekte der interkulturellen Vielfalt in unserer Stadt darzustellen.

In den weiteren Veranstaltungen folgen Menschen aus Italien, der Slowakei und anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die in Leipzig ihren Arbeitsplatz gefunden haben.

In Zusammenarbeit mit Italiani a Lipsia e. V.

Studienfahrt nach Brüssel im Juni 2016

Europäisches Parlament Wir organisieren vom 05.06. – 09.06.16 wieder eine Studienreise nach Brüssel. Die Studienreise richtet sich in erster Linie an Studierende und bietet die Möglichkeit, die Institutionen der Europäischen Union vor Ort in Brüssel kennenzulernen und Gespräche mit Vertretern der Europäischen Kommission, des Ministerrats, Europaabgeordneten und weiteren Akteuren in Brüssel zu führen. Thematischer Schwerpunkt ist in diesem Jahr die Sozialpolitik der EU.

Ähnliche Studienfahrten haben wir bereits in den letzten Jahren erfolgreich durchgeführt. Die Studienreise organisieren wir mit finanzieller Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung.

Der Teilnehmerbeitrag von 240,00 Euro umfasst die Organisation, eine zentrumsnahe Unterbringung in Brüssel, den Bustransfer und das inhaltliche Programm. Im Vorfeld wird es zu Beginn des Sommersemesters noch ein Vorbereitungstreffen geben.

Programm

Wir bitten um eine kurzfristige verbindliche Anmeldung mit folgenden Angaben an bruesselfahrt@europa-haus-leipzig.de:
Name, Vorname,
Geburtsdatum, Geburtsort,
Telefonnummer,
Meldeadresse,
Nationalität,
Personalausweisnummer,
Studiengang, Fachsemester

Die Anmeldung sollte bis spätestens 15.05.16 erfolgen. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte per Mail an uns: bruesselfahrt@europa-haus-leipzig.de
© Fluke / pixelio

Europa in der Krise? Zu einer sozial-ökologischen Transformation als Ausweg

Vortrag & Gespräch mit Nina Treu, Konzeptwerk Neue Ökonomie

13. April 2016, 18 Uhr im Europa-Haus Leipzig e. V.

Europa schafft es seit Jahren nicht, die Eurokrise in den Griff zu bekommen. Der Zusammenhalt bröckelt, nicht erst seit viele Geflüchtete kommen. Gleichzeitig schreitet der Klimawandel anscheinend unaufhaltsam voran und Ungleichheiten steigen weltweit an. Um diese Probleme zu lösen, brauchen wir eine sozial-ökologische Transformation. Wir müssen Wirtschaft und Gesellschaft weitreichend verändern: mehr Demokratie, weniger Naturverbrauch und weniger Ungleichheit gehören dazu. In dieser Veranstaltung wird aufgezeigt, warum wir unsere Wirtschaft und Gesellschaft anders gestalten müssen und wie ein Weg dorthin aussieht.

Referentin: Nina Treu, Konzeptwerk Neue Ökonomie

Nina Treu studierte in Heidelberg und Paris Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Recht und hat sich dabei auf Fragen globaler Gerechtigkeit spezialisiert. Sie ist Mitbegründerin des Konzeptwerks Neue Ökonomie, einen jungen Thinktank mit Sitz in Leipzig, der Konzepte für eine soziale, ökologische und demokratische Wirtschaft entwickelt und verbreitet. 2014 war die Programmkoordinatorin der internationalen Degrowth-Konferenz, aktuell arbeitet sie an verschiedenen Projekten rund ums Thema Postwachstum/Degrowth.

Kunst im Europa-Haus

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Leipzig, wir sind deine Kinder – Fotografien von Olivier Colin

In the city of Leipzig where notions of social and urban references are in motion. Who participates in this new spelling of the present and how the past does not fall into oblivion, besides?

Today Leipzig is in the middle of two major dynamics:
The internationalization of its sociality and the modernization of its infrastructures.
Those two predominant movements metamorphoses in a way the social, economic, cultural, religious structures.

“Leipzig Wir sind Deine Kinder” is a photographic series about the evolution of the city’s identity, its past and its citizens who are or became its kids, its guards, its builder.

Leipzig, De – 2012-2015